Tischlermeister Josef Vejvancicky •

1030 Wien, Hohlweggasse 2 •

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Seit 104 Jahren gibt es an diesem  Standort eine Tischlerei.
Zuerst die Tischlerei BELAN, ab 1973 die Tischlerei JOSEF VEJVANCICKY. Das klingt lange, aber an diesem Standort wurde schon vor fast 2000 Jahren Handwerk betrieben! Schon im alten Vindobona wurden Vereinigungen von Handwerkern gegründet, im sogenannten „Collegium fabrum“.
„Collegium Fabrum“ 2000 Jahre Handwerkstradition
Landstraße
Als 1910 dieses Haus gebaut wurde, fand man bei den Aushebungsarbeiten eine römische Metallwerkstätte. Man fand komplette Kupferschmelzöfen und vieles mehr. Unter den heutigen Häusern Hohlweggasse Nr 1 bis 3 fand man Kupferschlacken, die bezeugten, dass hier ein prosperierendes Metallverarbeitungs- unternehmen etabliert war. Leider wurde durch den Abzug der Römer und dem Einfall der Quaden Ende des 4. Jhdts. diesem Handwerksbetrieb ein schnelles, aber grausiges Ende gesetzt. Man fand heraus, dass dieses Gebäude mit Ziegeln gedeckt war, die durch den Brand und dem darauffolgenden Einsturz den gesamtem Boden bedeckt haben. Hoffentlich haben sich die hier arbeitenden und wohnenden Menschen rechtzeitig retten können, denn menschliche Überreste wurden nicht gefunden.
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Entnommen dem Buch  „Die Landstrasse in alter und neuer Zeit“,  Verlag Gerlach & Wiedling, Wien 1921, Herausgeber Leopold Bauer
Schmiede
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An diesem Ort wurde fast 1500 Jahre kein Haus mehr gebaut, zumindest nicht mit Unterkellerung. Das war gut, weil seit 1683 in der Gegend viel gebaut und viel gefunden wurde, aber aus Unverständnis oder Gier die meisten Fundstücke, die aus der Zivilstadt von Vindobona stammten, verlorengingen und wissenschaftlich nicht ausgewertet wurden. Eines ist aber ganz klar: Hier war das „Municipium Vindobona“, das aber schon in der Bronzezeit von keltischen Stämmen und anderen Völkerschaften besiedelt war und hier befinden wir uns auf wirklich historischem Boden.
Das einzige, was uns von diesen Menschen von damals trennt, ist die Zeit. Da es aber möglicherweise die Zeit gar nicht gibt, trennt uns eigentlich nichts und diese Menschen sind uns sehr nahe, denn sie haben genau so wie wir gelebt, geliebt, gelitten und vieles geleistet. Sie haben an Dinge geglaubt, gehofft und manches geschafft. Aber sicher auch ihre Enttäuschungen erlebt.  Wie gesagt, wie wir heute.
Ich wünsche mir, dass diese Menschen in Frieden ruhen und freue mich,  dass ich auf einem so historischen Boden mein Handwerk betreiben darf.
Bildquelle © Wikipedia
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Tischlerei Josef Vejvancicky
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